Die Freiwillige Feuerwehren sind das Rückgrat des Rettungswesens

Ohne sie wäre eine flächendeckende Versorgung mit sehr hohen Kosten verbunden und würde viele Städte und Gemeinden an die Grenzen der finanziellen Leistungsfähigkeit bringen.

Bei einer Freiwilligen Feuerwehr wird die Ausrüstung meist von den Gemeinden, den Kreisen und den Ländern bezahlt, während die örtlichen Kräfte ihre Arbeitskraft unentgeltlich zur Verfügung stellen. Immer mehr spielen auch Spenden eine Rolle, um bestimmte Ausrüstungsgegenstände anzuschaffen, die dringend gebraucht werden, aber übers öffentliche Budget nicht abgedeckt sind. Da in Deutschland Gemeinden verpflichtet sind, eine Feuerwehr bereit zu halten, haben sich die Freiwilligen Feuerwehren gegründet, weil nur große Städte sich eine Berufsfeuerwehr leisten können.

Die ehrenamtlichen Helfer sind dabei Tag und Nacht einsatzbereit

Sie werden sowohl in der lokalen Wehr ausgebildet als auch in Kursen die auf Kreis- und Landesebene stattfinden. Damit ist gewährleistet, dass es immer einen gleichen und aktuellen Ausbildungsstand gibt.

Die meisten Feuerwehren löschen heute kaum noch Feuer, sondern werden vor allem zu technischen Notlagen gerufen. Zu diesen gehören Unfälle, bei denen entweder Verletzte aus einem Auto gerettet werden müssen oder bei denen die Unfallstelle abgesichert und geräumt wird. Wasser- und Sturmschäden nach Unwettern sind ebenfalls eine große zeitliche Herausforderung für die Feuerwehren. Immer wieder wird die Feuerwehr auch zu einer Türöffnung gerufen, wenn sich eine hilflose Person in der Wohnung befindet, die die Tür nicht mehr selbst öffnen kann.

Die zunehmende Zahl von Feuermeldeanlagen in Unternehmen und öffentlichen Gebäuden hat auch die Zahl der Fehlalarme erhöht. Die Feuerwehr muss dann trotzdem ausrücken, selbst wenn ein Fehlalarm telefonisch bereits bestätigt wurde.

Die Freiwilligen Feuerwehren betreiben auch aktive Jugendarbeit und sind meistens als Verein organisiert. Zum Vereinswesen gehört auch, die Angehörigen bei Veranstaltungen mit einzubinden und auch jene Mitglieder die aus Altersgründen nicht mehr im aktiven Dienst mitmachen dürfen. Feuerwehr sind – aus historischen Gründen – militärisch nach Rängen und Gruppen organisiert, so man spricht auch heute noch von der Einheit, die sich dem Feuer nähert von einem Angriffstrupp.